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Bloggen bei Philosophie & Wirtschaft
ALEXANDER DILL, Autor, Journalist, Philosoph und Unternehmer, bekannt als kritischer Zeitgeist, ist unser P&W Blogger. Aktuelle Wirtschaftsthemen betrachtet er durch die philosophische Brille. Sie möchten seine Thesen kommentieren oder neue Themen anschneiden? Gerne!
Das Grossman-Stiglitz-Paradox an der Grenze des Denkens
Im Jahre 2001 erhielt Joseph Stiglitz den Nobelpreis für seine Theorie der asymmetrischen Information. Ein Grund für die Vergabe war das sogenannte Grossman-Stiglitz Paradox. Es ist sehr selten, dass Wirtschaftswissenschaften einen Impuls für interdisziplinäre Grundlagenforschung geben. Sie hängen selbst nur am Tropf der empirischen Sozialwissenschaften und an den Lehrsätzen der Mathematik. Sie betreiben selbst keinerlei [...]
Was ist eigentlich Europhilosophie 2010 Eine Lehrstunde in Fachidiotie.
Jahrzehnte der Europäisierung scheinen durch die gegenwärtige Eurokrise auf Subventionen, Schulden und Bürgschaften reduziert zu werden. Dabei reicht der Besuch jeder beliebigen europäischen Universitätsstadt, um festzustellen: Erstaunlich viele der Studenten kommen aus dem europäischen Ausland. Städte wie Berlin, Bologna, Barcelona und Wien leben buchstäblich von studierenden Touristen. Ganze Jahrgänge junger Osteuropäerinnen und Osteuropäer sind nach Westeuropa emigriert.
Inmitten dieser [...]
Stephan Götzl - Gegenwartsphilosoph mit 2,7 Millionen Lesern
Wenn philosophische Autoren Bekanntheit gewinnen möchten, sind sie vollkommen auf die Massenmedien angewiesen. Richard David Precht hat als erster deutscher Philosoph eine Millionenauflage erreicht. Doch Peter Sloterdjik darf froh sein, wenn seine Werke 30.000 Auflage erzielen, obschon er doch Deutschlands bekanntester Gegenwartsdenker ist.
Es gibt aber auch Philosophen, die völlig jenseits der Massenmedien sehr grosses Publikum [...]
Warum Philosophie und Wirtschaft?
Während die Wirtschaft und ihre Akteure ihr Handeln an Zweckrationalitäten wie Zielerreichung, Gewinnen von Markanteilen, Gewinnsteigerung, etc. ausrichten, hat die Philosophie seit jeher versucht den Dingen auf den Grund zu gehen und die Dimensionen des Menschseins zu erfassen, ohne dabei primär ein bestimmtes Ziel zu verfolgen.
Lange schienen diese beiden Disziplinen daher unvereinbar und ohne Berührungspunkte. Mittlerweile wird jedoch immer deutlicher, dass die Wirtschaft ohne bestimmte subjektive Qualitäten nicht funktioniert. Verantwortung, Vertrauen, Respekt, diese Attribute scheinen in den heutigen Tagen vermehrt als Grundpfeiler eines stabilen Wirtschaftssystems erkannt zu werden. Die Philosophie hilft dabei nicht nur wirtschafts-ethische Fragen, also generelle Fragen nach den Prinzipien des wirtschaftlichen Handelns, zu klären, sondern kann auch ganz konkret einen wichtigen Beitrag leisten, die im Wirtschafstleben vorherrschende, auf einer reinen Mittel-Zweck Rationalität begründete Denk- und Handlungsweise mit dem alleinigen Ziel der kurzfristigen Gewinnmaximierung, zu überdenken.
Was sind Werte in Unternehmen? Was kann Arbeit für den Einzelnen bedeuten? Wie gehe ich mit Wissen um? Wie schaffe ich Freiräume für Innovation und Kreativität? Welche Bedeutung hat die Wirtschaft mit all ihren Facetten für die Gesellschaft, für die Menschen? Wie wirkt sich eine globalisierte Wirtschaft auf das menschliche Zusammenleben aus? Was ist Konsumentenethik? Dies sind nur einige von vielen aktuellen Fragen aus dem Wirtschaftsleben, die mit grundsätzlichen, philosophischen Fragen verknüpft sind.
Auch können Möglichkeiten und Wege aufgezeigt werden, wie die philosophische Reflexion auf die verschiedenen Problemstellungen des Geschäftsalltags angewandt werden und zur Erarbeitung von Lösungen für eine werte- und zukunftsorientierte wie nachhaltige Unternehmensführung beitragen kann.
Mit diesen grundlegenden, initialen Gedanken soll das kontroverse Thema “Philosophie und Wirtschaft” einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und Philosophen, Geschäftsleute, Wirtschaftswissenschaftler, Journalisten und alle anderen Interessierte eingeladen werden, die Idee von Philosophie und Wirtschaft zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.
Ute Sommer, Redaktion Philosophie & Wirtschaft
ute.sommer@philosophieundwirtschaft.de
Neue P&W Ausgabe erscheint in Kürze
Thales von Milet, hat die Philosophie begründet, war auch Mathematiker, Astronom und gewiefter Geschäftsmann. Sie werden erfahren wie Thales von Milet die Welt revolutionierte, welchen Einfluss er noch heute auf die Ökonomie hat, und wie er den Reichtum der Welt begründete.
"Freiheit" ist für uns ein Begriff von hoher Bedeutung, ein erstrebenswertes Gut, das nach wie vor den gesellschaftlichen Diskurs bestimmt. Lesen Sie, was der Wirtschaftsphilosoph über Freiheit denkt.
Das Institut für Wirtschaftsgestaltung präsentiert in einer neuen Serie wesentliche Denker der philosophischen Ökonomik sowie relevante Grundbegriffe des Wirtschaftslebens…..mehr bei Wissenschaft
Apropos Wirtschaftsphilosophie – was eigentlich will und kann Wirtschaftsphilosophie? Wir haben den Wirtschaftsphilosophen Dr. Wolf Dieter Enkelmann zu dieser Frage wie zu seiner Forschungsarbeit - u.a. über spekulativen Formen ökonomischer Vernunftbildung und der Rekonstruktion wirtschaftlichen Denkens in der philosophischen Tradition - befragt.
Finanzkrise. Von Scham und ein Schuldeingeständnissen der Akteure war und ist bis heute wenig zu vernehmen. Lohnt es sich überhaupt noch über Moral, Ethik und Werte in der Wirtschaft zu reflektieren? Dieser provokanten Frage geht Roger Wisniewski in seinem Beitrag "Der moralische Standpunkt gilt auch für die Finanzwelt" nach.
Die fünf W-Fragen Warum? Wozu? Was? Wie? Wer? - allgemein beliebte Methodik gelehrt in Change Management Seminaren - sollen Manager dazu animieren Bestehendes zu hinterfragen und offen für Neues zu sein. Augenblick…sind das nicht die existentiellen Fragen der Philosophen? Ist ein guter, moderner Manager gleichzeitig auch Philosoph? Eine Betrachtung von Ute Sommer.
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